Galileo erhöht die Genauigkeit von Location-based Service

Das europäische Pendant zum amerikanischen GPS soll diverse Vorteile für Verbraucher bringen. Laut der European Global Navigation Satellite Systems Agency (GSA) ist einer davon eine erhöhte Präzision bei Location-based Services. Bei der Standortbestimmung im Freien haben sich globale Navigationssatellitensysteme (GNSS) wie GPS durchgesetzt. Das vom amerikanischen Verteidigungsministerium betriebene System ist aber inzwischen nicht mehr das einzige nutzbare GNSS. Daneben existieren GLONASS aus Russland und das chinesische Beidou sowie das europäische Galileo befinden sich im Aufbau. Dabei verlassen sich die meisten Smartphones auf eine duales System zur Standortbestimmung und greifen auf Daten von GPS und GLONASS zurück, 


was eine genauere Ortung erlaubt. Zusammen mit Rx Networks untersuchte die GSA nun die Zusammenarbeit der einzelnen Positionierungssysteme. Dabei zeigte sich, dass in verschiedenen Szenarien – sowohl in Gebäuden wie auch in urbanen Gebieten – Galileo die Genauigkeit von GPS erhöht. Je nach Umgebung liegt die Verbesserung der Präzision zwischen drei und 14 Prozentpunkten. Damit kann Galileo allerdings nicht mit dem russischen GLONASS System mithalten, dass in denselben Szenarien Verbesserungen zwischen 13 und 25 Prozent einbrachte. Gian-Gherado Calini, Head of Market Development bei der GSA, erklärt dies allerdings damit, dass sich Galileo noch im Aufbau befinde. Zur Zeit des Tests konnte nur auf vier Satelliten zurückgegriffen werden, während im GPS- wie GLONASS-System wesentlich mehr Satelliten im Einsatz sind.

 

Adrian Stimpson, Senior Vice-President of Sales and Marketing bei Rx Networks, ist überzeugt: "Die Ergebnisse sollten für jeden Hersteller von GNSS-Chipsets ermutigend wirken, der über einen Einsatz von Galileo als weiteren Differentiator nachdenkt."