Indoor-Tracking ohne Zusatzgeräte

Wer sein Smartphone mit geöffneter App in die Nähe des Shelfbucks-Beacons bringt, erhält die ausgeschriebenen Rabatte als digitalen Bon.
Wer sein Smartphone mit geöffneter App in die Nähe des Shelfbucks-Beacons bringt, erhält die ausgeschriebenen Rabatte als digitalen Bon.

GPS funktioniert in vielen Gebäuden nicht, weswegen Unternehmen bei Indoor-Tracking auf andere Mittel zurückgreifen müssen, wie etwa WLAN-Signale, Bluetooth-Beacons oder Videokameras. Viasense will diese nun überflüssig machen.

Das kanadische Startup Viasense arbeitet mit einem Mobilfunkanbieter zusammen, um die exakte Position von Smartphones und somit der User zu bestimmen. Das Projekt Location Genius ist eine cloud-basierte Analyse-Engine, die auf speziellen Informationen der Funknetzwerke aufbaut. Um den für den Kunden idealen Funkturm zu ermitteln, über den Anrufe und Daten gesendet werden, nutzen die Betreiber passive Daten, die zwischen den Funktürmen und dem Handy ausgetauscht werden. Viasense nutzt diese nun, um per Triangulation die Position des mobilen Geräts festzustellen.


Dabei sei das Unternehmen aber nicht an daran interessiert, individuelles Verhalten zu identifizieren, sondern konzentriere sich darauf, die anonyme Masse zu überwachen. Dabei werden die ortsbezogenen Daten dazu genutzt, den einzelnen Nutzer einem Cluster zuzuordnen. Ist das Mobilfunknetz nicht stark genug, greift Location Genius zudem auf WIFI-Positionierung zurück.

„Wir haben keinen Zugang zu Textnachrichten oder Anrufen“ erklärt Geschäftsgründer Mossab Bahir gegenüber dem Streetfight Magazine. „Aber mit der Beziehung zwischen Telefon und Netzwerk könne wir damit beginnen, einzelnen Orten Profile basierend auf dem Traffic des Mobilfunknetzwerks zuzuweisen. Wir werden niemals deinen Namen oder deine Nummer herausfinden, ab er wir werden dazu in der Lage sein zu sagen, dass Leute, die auf das Jay-Z Konzert gingen auch Golf mögen. Wir reden von User-Clustern, nicht mehr.“

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